e-health für uns - Dienstag, 11. Dezember 2018
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Glossar

Wir haben hier einige Begriffe mit einer kurzen Erläuterung  zum Themengebiet eHealth für Sie zusammen gestellt. Klicken Sie einfach auf den jeweiligen Buchstaben, oder scrollen Sie mit der Maus, um zu erfahren, welcher Begriff sich dahinter verbirgt. 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Administrative Daten

Daten um eine Person zu identifizieren. Hierzu zählen allgemeine Angaben wie Name, Adresse, Telefonnumer etc.

Anreize

Monetäre oder nicht-monetäre Anreize sollen zur Motivation beitragen. Der Anreiz von eHealth soll in der Schaffung von elektronischen Prozessen liegen.

Authentifizierung

Bei der Authentifizierung findet ein Vorgang statt um die angegebene Identität zu überprüfen. Zum Beispiel kann es sich um Zugangsrechte handeln.

Autorisierung

Autorisierung findet im Zusammenhang mit Computerprogrammen statt. Das System überprüft ob für eine bestimmte Eingabe die Rechte beim Nutzer vorhanden sind.

B

Befähigung

siehe Empowerment

Berechnungssystem

siehe DRG

D

Datenschutz

Jede Person hat ein Grundrecht auf den Schutz der persönlichen Daten. Insbesondere beim Einsatz von eHealth und somit gesundheitsbezogenen Daten ist diesem Punkt viel Bedeutung beizumessen.

Datensicherheit

Die Datensicherheit soll den Verlust sowie die Manipulation von Daten verhindern. Ebenfalls darf kein Dritter ohne Berechtigung Zugriff auf die Daten erhalten.

Datenspeicherung

Der Bürger muss in die Datenspeicherung einwilligen. Die Datenspeicherung dient im Bereich eHealth zur schnelleren und besseren Versorgung im Notfall.

DICOM

DICOM (Digital Imaging and Communication in Medicine) ist ein Standard der in der Medizin zur Übertragung von Bilddateien verwendet wird. Dies gilt zum Beispiel für Röntgen oder auch CT-Bilder.

DRG (Diagnosis Related Groups)

DRG bedeutet im deutschen Diagnosebezogene Fallgruppen. Es ist ein Klassifikationssystem nachdem jeder Krankenhausaufenthalt vergütet wird.

E

eArztbrief

Den Arztbrief erhält jeder Patient nach einem Krankenhausaufenthalt zur Weiterbehandlung für den Hausarzt. Dieser soll im Bereich eHealth auf zukünftig auf elektronischem Wege übermittelt werden.

EFA (elektronische Fallakte)

Die EFA ist eine elektronische Kommunikationsplattform für Ärzte und soll den Austausch von medizinischen Daten unter den gültigen Datenschutzbestimmungen ermöglichen. Somit wäre es möglich, dass verschiedene Beteiligte an einem Behandlungsprozess jederzeit Zugriff auf die notwendigen Daten haben und ein Austausch somit leichter möglich ist.

EFQM

EFQM steht für European Foundation of Quality Management. Es ist ein Modell im Bereich des Total Quality Managements. Es bietet Unternehmen die Möglichkeit sich anhand von Kriterien stetig weiter zu entwickeln und so Verbesserungspotentiale zu ermitteln.

eGK (elektronische Gesundheitskarte)

Die eGK stellt eine Erweiterung der bisherigen Krankenversicherungskarte da. Sie ist unter anderem mit einem Lichtbild versehen. Darüber hinaus sollen Notfalldaten, sowie ein elektronischer Arztbrief auf der Karte gespeichert werden.

eHealth

eHealth meint den elektronischen Einsatz von Geräten oder Kommunikationsmitteln in der medizinischen Versorgung. Unter eHealth fällt unter anderem der Einsatz von Telemedizin-Anwendungen.

EHCI (European Health Consumer Index)

Der EHCI ist eine Studie die über das Gesundheitssystem in Europa erhoben wird. Es umfasst 34 Staaten. In dieser Studie werden nach verschiedensten Kriterien die jeweiligen Länder und ihr gesamtes Gesundheitssystem bewertet.

eMedikation

Die eMedikation soll die Behandlung von der Verordnung bis zur Abgabe der Medikamente an den Patienten unterstützen.

EPA

EPA (elektronische Patientenakte) Die EPA umfasst alle Daten eines Patienten wie administrative Daten, Diagnosedaten, Therapieempfehlungen etc. in elektronischer Form.

eRezept

Ein Rezept ist normaler Weise die schriftliche Anordnung eines Arztes für ein bestimmtes Medikament. Dieses Medikament wird dem Patienten in einer Apotheke durch einen Apotheker ausgehändigt. Dieser Vorgang kann durch das eRezept und eine digitale Unterschrift des Arztes erleichtert werden.

G

Gesundheitsberufe

Unter Gesundheitsberufen zählen alle Berufe die im Zusammenhang mit dem Gesundheitssystem stehen.

Gesundheitsinformationen

Informationen rund um das Thema Gesundheit, gesunder Lebensstil usw.

Gesundheitskarte

siehe eGK

Gesundheitsportale

Ein Gesundheitsportal liefert zentral gesammelte Informationen rund um das Thema Gesundheit. Portale können überregional sein oder aber einen regionalen Standortbezug haben. Zum Beispiel: Gesundheitsportal Flensburg

H

Haftung

Haftung bedeutet im Allgemeinen die Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln oder auch Nicht-Handeln. Im Gesundheitsbereich haftet ein Arzt zum Beispiel im Falle einer Verletzung seiner Sorgfaltspflicht.

Health Professionals

Personen die über eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verfügen.

HPC (Health Professional Card)

Der Heilberufeausweis weist den Heilberufler aus und ist als ein spezieller Personalausweis an zu sehen. Er legitimiert zu Handlungen.

HL7

HL7 ist ein Übertragungsstandard im Bereich der Kommunikation innerhalb einer Krankenhaussoftware.

HONCode

HON steht für Health on the Net Foundation und ist eine Zertifizierung für Anbieter von Gesundheitsinformationen im Internet. Der HONCode ist als ein offizieller Standard zu sehen.

I

Identifikation

Identifikation dient dem eindeutigen Erkennen einer Person. In der Informationstechnologie bedeutet dies, dass sich der Nutzer meist durch Eingabe eines Passwortes oder ein PIN ausweisen muss.

Infrastruktur

Hier ist die technische Infrastruktur bezogen auf ein Netzwerk gemeint. Ein Netzwerk besteht aus verschiedenen technischen Systemen bei denen die Möglichkeit besteht, dass diese untereinander kommunizieren können.

Interoperabilität

Interoperabilität bezeichnet die Fähigkeit von Geräten homogen untereinander zu verarbeiten um Informationen jederzeit nahtlos austauschen zu können. Hierfür müssen keine zusätzlichen Eingaben oder Kenntnisse beim Nutzer vorhanden sein. Der Austausch soll automatisch durch den Einsatz von Standards sichergestellt werden.

Interaktion

Interaktion im Sinne von eHealth ist die Einbindung des Patienten durch den Arzt oder die Pflegekraft in den Behandlungsprozess.

ISO 900 ff.

DIN ISO ist eine Zertifizierung die sich allgemein an Unternehmen richtet. Dieses Zertifikat gilt für 3 Jahre und erfordert eine jährliche Rezertifizierung.

ISO 9001

Die DIN ISO 9011 ist speziell für das Gesundheitswesen ausgerichtet. Es gilt ein Zertifikat für 3 Jahre. Externe Auditoren zertifizieren das Unternehmen und kontrollieren dies jährlich bei einer Rezertifizierung.

K

Krankenakte

siehe EPA

KHG (Krankenhausfinanzierungsgesetz)

Das Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze stellte die bedarfsgerechte Versorgung in der Bevölkerung sicher. Die Krankenhäuser sollen im Sinne des Gesetztes leistungsfähig und eigenverantwortlich wirtschaften.

Kosten

Durch einen Arztbesucher, einen Krankenhausaufenthalt oder ähnliches entstehen dem Gesundheitssystem Kosten. Diese werden unter anderem durch Beiträge in die Krankenversicherung finanziert.

KTQ

KTQ ist ein Zertifizierungsverfahren speziell für das Krankenhaus und bedeutet Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen. Es ist ein Bewertungsverfahren um Qualität innerhalb eines Krankenhauses messbar zu machen.

L

Leistungserbringer

Zu Leistungserbringern zählen verschiedene Berufsgruppen die medizinische oder pflegerische Leistungen für die Versicherten der Krankenkassen erbringen.

M

Medienbruch

Bei einem Medienbruch findet ein Wechsel vom digitalen Medium wie zum Beispiel einer Software zu Papier statt. Es ist davon auszugehen, dass durch so einen Medienbruch eventuell notwendige Informationen verloren gehen, was dazu führen kann das der Prozess verlangsamt und Qualitätseinbußen eintreten.

N

Notfalldaten

Elektronische Notfalldaten sind Informationen über eine Person die in einer Notsituation zur besseren Versorgung führen können. Beispielhaft können hier Allergien genannt werden.

Nutzen von eHealth

Ein Fokus von eHealth ist die bessere, lückenlosere Versorgung von Patienten. eHealth hat zudem einen Fokus auf Kostensenkung und Prozessoptimierung.

O

Online Dienste

Online Dienste bezeichnen Unternehmen, die ihre Dienstleistungen online zur Verfügung stellen. Diese Dienste sind oft interaktiv und können auf den jeweiligen Kunden persönlich zugeschnitten werden.

Online Informationen

Informationen und Hinweise die im Internet für den Leser bereitgestellt werden. An dieser Stelle findet keine Interaktion statt.

Online Portale

siehe Gesundheitsportale

P

Patienteninformationen

Sie umfasst alle wesentlichen Informationen rund um eine Krankheit, eventuelle Risiken sowie weitere diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen. Der Nutzen einer bestimmten Behandlung sowie die Gefahren oder alternative Behandlungsmethoden werden aufgezeigt und besprochen.

Patientenindex

Verzeichnis von Patienten in elektronischer Form.

Prozesse

Ein Prozess beschreibt einen Verlauf, Ablauf oder auch als eine Entwicklung bezeichnet werden. Es beschreibt einen Ablauf eines Geschehens im betrieblichen Zusammenhang. Im Zusammenhang mit eHealth ist hier der Behandlungsprozess gemeint.

Q

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung ist ein Teilbereich des Qualitätsmanagements. Es dient zur Überprüfung der Einhaltung von Qualitätsstandards.

Qualitätsstandards

Qualitätsstandards sind verbindliche Regeln an die sich Gesundheitsbetriebe zu halten haben. Hier sind beispielhaft Hygienestandards, Behandlungsstandards oder auch Kommunikationsstandards zu nennen.

R

Rechtsform

Bezeichnet die juristische Ausrichtung eines Unternehmens. Sie definiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Beispielhaft sind hier die AG, GmbH usw. zu nennen.

S

Sicherheit

siehe Datenschutz

Software

Software ist ein Sammelbegriff für technische Programme und damit verbundene Daten. Es soll zur Erleichterung der Erledigung von Aufgaben dienen.

Standards

Standards legen eine gemeinsame einheitliche Sprache fest. Der Austausch von Informationen funktioniert am besten über Standards. Somit ist eine technische Interoperabilität gewährleistet. Außerdem beseitigt der Einsatz von Standards Missverständnisse bezüglich der Interpretation von Informationen.

T

Telemedizin

Telemedizin ist ein Teilbereich von eHealth. Es handelt sich um den Teilbereich Telematik aus dem Gesundheitswesen. Es handelt sich um die Diagnostik und Therapie mit Unterbrückung einer räumlichen Distanz. Dies kann zwischen Arzt und Patient stattfinden oder auch zwischen 2 Ärzten. Bereiche der Telemedizin sind unter anderem Telekonsultation, Telemonitoring, Telekardiologie etc.

Terminologie

Terminologie ist die Bezeichnung aller Fachausdrücke innerhalb eines Fachgebietes. Im Bereich eHealth handelt es sich medizinische Terminologie.

V

Verordnung

Eine Verordnung bezeichnet eine Rechtsnorm die durch ein Regierungs- oder Verwaltungsorgan erlassen wird. Der Wirkungsbereich einer Verordnung ist je nach Land unterschiedlich.

Verschlüsselung

Die Verschlüsselung bezeichnet den Vorgang digitale Informationen mit Hilfe von Verschlüsselungsalgorhytmen „unleserlich“ zu machen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nur der adressierte Empfänger die Information wieder entschlüsseln und damit lesbar machen kann.

Z

Zertifizierung

Zertifizierung beschreibt ein Verfahren nach dem Produkte oder Dienstleistungen gewisse Normen und Standards einhalten. Dies geht auch für die Herstellungsverfahren. Bei einer Zertifizierung wird meist ein Zeugnis oder auch Zertifikat mit einer begrenzten Gültigkeit ausgestellt.

 

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

Stand: Juli 2013