Gesundheitsinformationen

Gesundheitsinformationen können im Internet jederzeit und von überall auf Gesundheitsinformationsseiten und Portalen abgerufen werden. Doch wie erkennt man, ob die Informationen auch gut und richtig sind?
 
In den untenstehenden Rubriken werden Ihnen Tipps gegeben, woran Sie gute Gesundheitsinformation erkennen und wo Sie sie finden. Zudem finden Sie hier, neben Gesundheitsinformationsseiten, weitere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung wie Online Selbsthilfegruppen und Foren, Online Lernprogramme und die Elektronische Gesundheitsakte.

Woran erkenne ich gute Informationen im Internet?

Zunächst können Ihnen auf den Gesundheitsseiten abgebildete Qualitätssiegel von Informationsanbietern wie HON, AFGIS und TÜV einen Hinweis geben, dass formale Kriterien, Datenschutz und Datensicherheit erfüllt sind.
 
Zudem finden Sie hier eine Checkliste mit 10 Bewertungskriterien (aufgestellt von der Verbraucherzentrale NRW), die Ihnen bei der Einschätzung der Informationsqualität im Internet helfen sollen.

Beim Klick auf die Fragen, werden Ihnen zusätzliche Informationen gegeben

1. Wer ist Anbieter der Gesundheitsinformation?

1. Wer ist Anbieter der Gesundheitsinformation?

Die Kennzeichnung der Anbieter der Information ist eine grundlegende Voraussetzung für die Seriosität einer Informationsquelle. Der Zugang zu diesen Informationen sollte über einen direkten Link von der Homepage leicht auffindbar sein. Die Angaben finden sich häufig in den Rubriken "Impressum" oder "Wir über uns". Seien Sie vorsichtig, wenn als einzige Kontaktmöglichkeit eine Postfach- Adresse oder eine gebührenpflichtige 0190/900 Nummer zur Verfügung steht. Bei privaten Seiten sollte mindestens eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail vorhanden sein.

2. Welche Ziele und wirtschaftliche Interessen verfolgt der Gesundheitsanbieter?

2. Welche Ziele und wirtschaftliche Interessen verfolgt der Gesundheitsanbieter?

Es sollte  erkennbar sein, welche Ziele mit der Seite verfolgt werden. Wenn es sich um einen kommerziellen Anbieter handelt (z.B. Pharmaunternehmen), sollte dies erkennbar sein. Will ein Anbieter seine Produkte oder seine speziellen Therapien verkaufen, wird er diese vermutlich vorteilhaft darstellen, was unter Umständen auf Kosten der Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit geschieht. Die Angaben finden Sie häufig unter "Wir über uns" oder "Das Unternehmen"

3. Wer ist Autor oder der fachlich Verantwortliche für die Information?

3. Wer ist Autor oder der fachlich Verantwortliche für die Information?

Es sollte erkennbar sein, wer für den Inhalt der Gesundheitsinformation fachlich verantwortlich ist und über welche Qualifikation der Autor verfügt. Reine Meinungsäußerungen  oder persönliche Erfahrungen von Nicht-Fachleuten oder Patienten gelten als nicht-wissenschaftliche Information. Der Anbieter spielt dabei auch eine Rolle. Von medizinischen Fachgesellschaften, Universitäten, Arztpraxen, Behörden, Krankenkassen usw. können Sie fachliche Kompetenz vermuten. Bei Selbsthilfegruppen, Portalen oder Online Zeitschriften kann die Einschätzung schwieriger sein. Grundsätzlich gilt: Je transparenter die Autorenschaft, desto sicherer können Sie sich im Umgang mit der Information fühlen.

4. Wie schätzen Sie die Qualität der Information ein?

4. Wie schätzen Sie die Qualität der Information ein?

Werden für wichtige Aussagen wissenschaftliche Quellen genannt oder Hinweise gegeben? Ist erkennbar, ob es sich um wissenschaftlich bewiesene Information oder Vermutungen beziehungsweise private Meinungsäußerungen des Autors handelt?

5. Wie beurteilen Sie die Darstellung des Inhalts?

5. Wie beurteilen Sie die Darstellung des Inhalts?

Informationsinhalte sollten ausgewogen sein. Wenn Informationen über Therapien oder Behandlungsmethoden gegeben werden, müssen neben dem Nutzen auch Informationen, beispielsweise zu Risiken und anderen Behandlungsmöglichkeiten vorliegen. Wenn es unterschiedliche Meinungen in der Forschung gibt, muss darauf hingewiesen werden. An dieser Ausgewogenheit lässt sich schnell erkennen, ob es sich hierbei um eine neutrale Information zu einem medizinischen Thema oder doch eher um einen "Werbetext" handelt. " Bei  Formulierungen wie „absolut nebenwirkungsfrei", „100%ige Wirkungsgarantie“, „Alheilmittel" oder "nur kurze Zeit verfügbar" sollten Sie von einer Werbung ausgehen! Auch wenn Sie von begeisterten Berichten eines geheilten Patienten lesen, sollten Sie genauer hinsehen.

6. Wann wurde die Information erstellt?

6. Wann wurde die Information erstellt?

Informationen sollten aktuell und das Erstellungs- bzw. Aktualisierungsdatum erkennbar sein.

7. Wirkt sich die Information auf eine bereits bestehende Arzt-Patienten-Beziehung aus?

7. Wirkt sich die Information auf eine bereits bestehende Arzt-Patienten-Beziehung aus?

Bei den Informationen muss deutlich gemacht werden, dass die Information eine Arzt-Patienten-Beziehung nicht ersetzen kann. Um die individuelle gesundheitliche Verfassung des Ratsuchenden umfassend zu beurteilen, ist ein persönlicher Kontakt erforderlich.

8. Erfolgt auf der Seite eine saubere Trennung zwischen Information und Werbung?

8. Erfolgt auf der Seite eine saubere Trennung zwischen Information und Werbung?

Werbung sollte von sachlicher Information deutlich getrennt dargestellt sein, z.B. durch unterschiedliche Fenster, Farbgestaltung, Schriften, dem Hinweis "Anzeige“.
Vorsicht bei Formulierungen wie "revolutionäre Entdeckung", „100%iger Heilungserfolg“ oder „nebenwirkungsfrei“. Hier handelt es sich meistens um Werbung.

9. Werden Datenschutzbestimmungen berücksichtigt?

9. Werden Datenschutzbestimmungen berücksichtigt?

Personenbezogene Daten dürfen ohne Einwilligung des Kunden nur insoweit erhoben, verarbeitet und genutzt werden, als es für den Vertragsschluss unbedingt erforderlich ist. Der Kunde muss vor Datenerhebung über Art, Umfang, Ort und Zweck der Erhebung und Verwendung der Daten sowie über die Widerrufsmöglichkeit einer Einwilligung aufgeklärt werden. Auf die Datenschutzunterrichtung muss deutlich hingewiesen werden.

10. Gibt es ein Verschlüsselungssystem?

10. Gibt es ein Verschlüsselungssystem?

Personenbezogene Daten oder Zahlungsdaten (z.B. Geburtsdatum, Kreditnummer) sollten Sie nur eingeben, wenn eine Verschlüsselung erfolgt, da unverschlüsselt versendete Daten von Unbefugten gelesen werden können.
Verschlüsselte Seiten können Sie z.B. daran erkennen, dass sich die Internet- Adresse verändert und „https“ statt  „http“ erscheint. Am linken unteren Fensterrand des Browsers erscheint bei Netscape außerdem ein geschlossenes Vorhängeschloss. Wenn Sie das Vorhängeschloss anklicken, bekommen Sie weitere Details.

 
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